7x goldene Regeln für den perfekten Stilmix Zuhause

7x goldene Regeln für den perfekten Stilmix in deiner Wohnung.

Gute Einrichtungskonzepte lassen eine klare Linie erkennen, die zu der Mentalität ihrer Besitzer passt. Eine individuelle Note verleiht den Räumen Tiefe und Charme. Natürlich sorgt der Mix auch dafür, dass die Bewohner sich wohl und zuhause fühlen. Einige Fehler gilt es beim Stilmix zu vermeiden. 

Fehler 1: Immer mit der Mode gehen
Immer den aktuellen Trends zu folgen ist zum einem recht kostspielig, es verhindert auch die individuelle Note. Trends sind vergänglich, wie ein Urlaubsgefühl. Sie sind lediglich eine Entwicklungstendenz. Trends kommen und gehen. Daher lassen wir uns davon nicht zu sehr beeindrucken. 

Wir setzten, ähnlich wie in der Mode, auf gute Basics die zeitlos sind. Neutrale Farben wie Schwarz, Weiß, Grau oder Beige geben die Linie vor. Es ist immer gut einen Farbton oder Töne einer Farbfamilie als Grundfarbe für unsere Wohnung zu wählen. An einzelnen Wänden können wir mit kräftigen Farben besondere Akzente setzen. Der Grundton sorgt für eine einheitliche Wahrnehmung und den gewünschten klaren Look. 

Aus den Wohntrends wählen wir einzelne eher einfache It-Pieces aus. Die kräftige Farben an einer Wand, oder eine auffällige Vase. Besondere Dekostücke, wie Kissen, Decken oder Teppiche. Erst nach einiger Zeit in unseren Räumen sehen wir, ob diese tatsächlich so gut zu uns passen, und es sich lohnt, langfristig in ein teures Produkt zu investieren. In dieser Phase stellen wir fest, ob eine echte Verbindung zwischen unserer Persönlichkeit und dem Wohntrend besteht. 

Es gilt dabei nicht zu übertreiben, und nicht jeder hippen Deko hinterherzulaufen. Und wenn wir doch nicht widerstehen konnten, fliegen die vorherigen Trendprodukte konsequent raus. Ansonsten torpedieren wir ein klares Interieur und häufen immer mehr Ballast an. 

Fehler 2. Zuviel des Guten
Haben wir uns für eine Möbelline entschieden und endlich eine Serie entdeckt die uns extrem gut gefällt, kann es sein, dass wir anfangen zu übertreiben. Plötzlich findet sich das Material und einzelne Stücke quasi überall im Haus. Dieser Fehler ist oft in Musterwohnungen zu erkennen. Alles passt zwar gut zusammen, wirk aber auch schnell bieder und langweilig. 

Gute Einrichtung braucht Charakter! Bekanntermaßen bildet sich dieser über eine lange Zeit. Daher bewahren wir Ruhe und geben der unserer Einrichtung Zeit mit uns zu wachsen. Der Mix aus alt und neu ist immer besser, als alles ständig neu zu gestalten. Schnell wirkt es dann unecht und langweilig. Behutsam ergänzen wir auffällige Teile, Neues und Altes. Dabei achten wir immer ein wenig auf die Farbpalette, um Harmonie in unserem Mix zu erzeugen. Holzarten wählen wir ebenfalls mit Bedacht und vermeiden mehr als zwei unterschiedliche Hölzer in einem Raum.

Fehler 3: Zu viel Deko
Wir alle sind empfänglich für schöne Dinge. Leider auch für Werbung und andere Versprechen, die uns suggerieren, dass wir bestimmte Dinge brauchen. Ganze Ladenketten verführen uns mit immer neuen Dekorationen und Trendprodukten.  Gekonnt werden Themen aufgegriffen und in möglichst günstige Produkte verwandelt. Kein noch so kleines Thema kommt ungeschoren davon.

Lassen wir uns allzuoft verführen, fangen wir an zu übertreiben. Daher sollten wir skeptisch sein sein, wie bei einem Restaurant, das von sich behauptet italienische, mexikanische und asiatische Küche zugleich kochen zu können. Das geht in den meisten Fällen schief. In einer Wohnung mit  zu viel von allem, finden wir keine Orientierung. Alles ist überladen und kaum noch Platz auf Regalen, Beistelltischen etc. vorhanden. Genauso ungünstig ist es, einen Raum mit zu vielen Möbelstücken zu erdrücken.

Um Wirkung zu entfalten benötigt das Interieur Platz. Daher gilt es, eher sparsam mit Deko- oder Einrichtungsgegenständen umzugehen. Wie beim Kochen macht die Qualität der verwendeten Lebensmittel und die unterschiedlichen Zutaten den Unterschied. Zu viele Gewürze zerstören auch ein ganz liebevoll gekochtes Gericht.
 
Fehler 4: Zu wenig Raumstruktur
Immer häufiger haben Räume unterschiedliche Aufgaben. In Ballungsgebieten werden kleinere Wohnungen aufgrund der hohen Mieten oder Anschaffungskosten tendenziell kleiner. Öfter arbeiten wir von zuhause aus und benötigen daher einen Platz zum arbeiten. Daher müssen wir bei der Einrichtung besonders planvoll und zielgerichtet vorgehen. Gerade kleine Flächen müssen wohl überlegt skizziert und eingerichtet werden.

Jedes Zimmer braucht Struktur. Es ist die Basis, die den Zweck definiert und vorgibt, welche Möbel wir benötigen. Selbst wenn der Raum mehrere Zwecke hat, unterteilen wir ihn in Zonen. Bereiche die wir voneinander abgrenzen und deren Zweck wir klar bestimmen. 

Wohnbereiche lassen sich durch Teppiche, Raumteiler oder Paravents oder Regalen in einzelne Zonen aufteilen. Wir denken uns Grenzen, die wir optisch hervorheben. Innerhalb der gedachten Grenzen stellen wir unsere Möbel und erhalten Inseln, in denen durch die klare Gliederung Ruhe entsteht. 

Selbst ein Arbeitsplatz braucht nicht wahnsinnig viel Platz. Ein schöner Sekretär benötigt nicht mehr als einen guten Meter. Richtig platziert definiert er den Ort an dem wir arbeiten. Technik lassen wir so gut wie möglich verschwinden. Eine dunkle Wand verschmilzt optisch mit dem Monitor. Ein Schrank der geschlossen werden kann, und nur zur Arbeit die Arbeitsutensilien offenbart, kann eine gute Alternative sein.

Es gibt sicher einige gute Lösungen, wenn wir uns Zeit nehmen und jeden Raum überlegt und sorgfältig gestalten.

Fehler 5: Zusammengewürfelt
Stilmix ist richtig. Dennoch muss Stilmix gekonnt sein. Unterschiedliche Stile sollten im Grunde zueinander passen. Nicht immer ist es ganz leicht zu erkennen, ob wir den alten Holztisch mit modernen Designerstühlen kombinieren können.

Nicht jeder hat das Fingerspitzengefühl und Händchen mühelos Alt und Neu gekonnt zu mixen. Dem einem gelingt es, selbst die hochwertigsten Marken Kleidungsstücke schlecht zu kombinieren und billig aussehen zu lassen, während Andere quasi aus dem Nichts Stil hervorzaubern. Wir alle kennen diese Stilikonen, die es einfach drauf haben.

Es gibt ein paar Regeln, die uns dabei helfen können gekonnt zu arrangieren. Statt planlos drauf los zu kombinieren, überlegen wir an dieser Stelle besser zweimal. 
Wir hinterfragen, ob Materialien, Texturen und unterschiedliche Stilrichtungen zueinander passen. Wir wirkt Gold mit Holz? Welche Grundfarbe spiegelt sich in der Wohnung wieder und beruhigt das Szenario?

Zu viele Eyecatcher zerstören die gewünschte Wirkung. Ein knalliges Designersofa ist oft schon genug. Daneben platzieren wir dann eher gemäßigte und zeitlose Gegenstände.

Beleuchtung spielt eine wichtige Rolle. Mit Licht können bewusst Akzente gesetzt werden. Auch Lampen können ein Designstatement darstellen.


Teppiche sollten wir in der richtigen Größe aussuchen, damit alle Möbel darauf Platz finden. Entweder liegt ein Teppich völlig frei, oder alle Möbelstücke werden auf dem Teppich platziert. Der Esszimmerstuhl der noch mit zwei Beinen auf dem Parkett steht und nur mit zwei Beinen auf dem Teppich ist eine wackelige Angelegenheit und optisch nicht zu empfehlen.

Auch Bilder benötigen Platz um zu wirken. Entweder wir schaffen eine kleine Bildergalerie, oder hängen ein einzelnes schön gerahmtes Bild auf. Daneben lassen wir Platz, damit das Arrangement wirken kann. Bei der Bildergalerie achten wir auf einheitliche oder gut zueinander passende Bilderrahmen. Die Größe der Rahmen darf dabei gerne unterschiedlich sein.

Fehler 6: Zu wenig Licht
Lampen und das passende Beleuchtungskonzept erfordern besondere Aufmerksamkeit. Auf keinen Fall sollte an Beleuchtungsmöglichkeiten gespart werden. Damit ist die Anzahl und die Qualität der Leuchten gemeint. 
Leuchten können ein Statement sein. Sie verbreiten Wärme und sind in der Lage Dinge hervorzuheben. Eine indirekte Beleuchtung verleiht dem Raum Gemütlichkeit, und wirkt einladend. Ideal ist es, wenn Lampen dimmbar sind. So können unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugt werden. LED Lampen sind häufig per App zu steuern und ähnlich umweltfreundlich wie Energiesparlampen. 

Zu wenige Lichtquellen sind immer ein Fehler, der vermieden werden sollte. Kabel sollten möglichst nicht zu sehen sein. Wenn es nicht anders geht, nutzen wir Textilkabel die hochwertiger aussehen und die es in verschiedenen Farben gibt. Es lohnt sich vielleicht in einen Kabelkanal zu investieren oder eine zusätzliche Steckdose zu installieren, um das Anschlusskabel nicht quer durch den halben Raum legen zu müssen. 
 
Fehler 7: Große Möbel 
Die Maße des Raumes bestimmen maßgeblich die Abmessungen und Größe der Möbelstücke. Auch die Anzahl der Einrichtungsgegenstände hängt von der vorhandenen Fläche ab. Sicherlich muss der Nutzen einer Fläche in unserer Wohnung gewährleistet sein. Allerdings werden Räume häufig mit zu vielen Möbelstücken überladen.

Freie Flächen in einem Raum lassen Platz, damit einzelne Stücke wirken können. Große Räume vertragen auch größere Möbelstücke. Kleinere Räume eher Einrichtungsgegenstände mit kompakten Abmessungen. In der gut geschnittenen Stadtwohnung mit begrenzter Fläche müssen wir sehr genau überlegen wie viele Möbel tatsächlich Platz haben. Stauflächen sollten auf die vorhandenen Gegenstände unseres Hausrates abgestimmt werden. Es ist immer gut, wenn Gegenstände einen festen Platz haben, damit wir uns beim Aufräumen leichter tun und besser Ordnung halten können.

Natürlich kann auch ein recht großer Esstisch in einem kleinen Raum Platz finden und super aussehen. Allerdings müssen wir dann eher auf weitere Möbel in diesem Raum verzichten. Hocker und Beistelltische helfen Zonen zu gliedern und sie nehmen meist nicht so viel Platz weg. Oftmals können sie auch als zusätzlicher Sitzplatz genutzt werden oder rasch von einem in den anderen Raum getragen werden.

Fazit:
Ein guter Stilmix in unserer Wohnung braucht Zeit. Die Einrichtung wirkt oft besonders gelungen, wenn Kontraste vorhanden sind. Beim Kombinieren sollten wir eine klare Linie verfolgen, damit die Zusammenstellung nicht willkürlich und 
gewollt wirkt. Ein ruhiger und ausgewogener Stil braucht eine gute Grundlage. Unendliche Möglichkeiten muss nicht bedeuten, dass wir alle nutzen müssen. 

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